Rundbrief 2010 – 2011 – wie das Leben Künstlern so mitspielt
Neues aus 2010 und 2011 von Dr. Arthur A. Keller und Ulrike Keller, Kunsthaus Schwanheide
Liebe Freunde und Kunstfreunde,
in diesem Jahr beginnen wir rechtzeitig mit dem Rundbrief, es ist Sonntag, 26.9.2010, es regnet den ganzen Tag, die Stimmung ist schlecht und da bietet sich das an. Die neue Form des Rundbriefs ist im letzten Jahr gut angekommen, das freut uns. Aber wie immer werden wir natürlich nicht vor Weihnachten fertig und vor dem neuen Jahr auch nicht. Es ist ganz schlimm, es wird ein Oster-Rundbrief, nein, noch schlimmer, ein Doppelrundbrief. Das gab es noch nie. Dafür ist dieses Format schon wieder neu, hat aber Vorteile: die Bilder können durch Mausklick stark vergrößert werden.
„Neues aus dem Kunsthaus 2010-2011“ wollen wir euch und Ihnen bieten, Privates ebenso wie Geschäftliches und besonders Neuigkeiten von der Kunst.
Das Jahr 2010 und auch 2011 kann man getrost mit „sehr schwierig“ beschreiben und es waren nicht gerade Highlights.
Winter und kein Ende
Es fing schon mit dem Winter an. Ab Januar 2010 herrschten für fast 3 Monate Dauerfrost z.T. bis fast -20° und es lag 45 cm hoher Schnee. Solch einen schrecklichen Winter gab es im Norden zuletzt vor ca. 30 Jahren. Die neue Heizung wurde auf eine harte Probe gestellt. Drei Monate lang täglich bis zu 250 kg Holz! Da uns der Holzlieferant im Herbst versetzt hatte und vertragsbrüchig geworden war, stellte sich das Problem, schnell große Mengen halbwegs trockenes Holz zu beschaffen. Arthur war mit den Nerven am Ende des Winters ziemlich fertig. Frieren mussten wir zum Glück nicht.
Beinahe-Katastrophe
Wegen verschiedener unglücklicher Umstände kam es Ende März 2010 beinahe zur Explosion des neuen Heizkessels, der dabei total überhitzte. Alle Kabel und die eingebaute Elektronik verschmorten. Zum Glück hat die Feuerversicherung den entstandenen Schaden übernommen und die Ursache wurde gefunden und abgestellt, so dass sich das Unglück nicht wiederholen dürfte. Es brauchte allerdings 3 Anläufe und mehrere Wochen, bis ein fehlerfreies Elektroniksteuergerät aus der Slowakei kam. In der Zeit lief der Kessel nur im Notbetrieb, für die warme Dusche und etwas Wärme reichte es aber.
Kunst Offen 2010/11
Kunst Offen 2010 und auch 2011 zu Pfingsten lockte wieder etliche Besucher an und das Wetter war auch recht gut. Es wird auch 2012 wieder zu Pfingsten stattfinden.
Ein Sommerfest von Ulrike anlässlich Ihres 50. Geburtstages (eigentlich Anfang Januar 2010) fand bei schönstem Wetter und großer Hitze statt.
Urlaub
Urlaub fiel 2010 und auch 2011 leider aus. In den Sommerferien 2010 machten wir einen dreitägigen Ausflug, zunächst ins Teichparadies nach Ibbenbühren, um Anregungen für den geplanten Gartenteich zu sammeln und machten dann einen Abstecher nach Lingen um Freunde zu besuchen. Ulrike arbeitete an der Vollendung des geflügelten Drachens und an einem Steingarten.
Ulrike fuhr allerdings im Frühjahr 2011 auf Klassenreise nach Venedig. Das war sehr schön.
Das Regenrohr und die Wurzel
Im Sommer 2010 führte Arthur einen langen verzweifelten Kampf mit einem durch Wurzeleinwuchs total verstopften und auch recht tief gelegenen, sehr dicken und sehr wichtigen Regenwasserabflußrohr.
Beinahe mehrfach wäre der Keller vorn abgegluckert bei Starkregen, zum Schluß stand doch noch eines Abends der hinten gelegene Heizungskeller einige Zentimeter unter Wasser. Zur besten Freitagskrimizeit schöpften Arthur und Ulrike im schlimmsten Regenguß wie die Weltmeister mit allen auf die Schnelle verfügbaren Gerätschaften Wasser aus einem tiefen Loch, welches über ein Loch in der Seitenwand eines Nachbarschachtes und eine andere Rohrverbindung rücklings den Keller zu fluten drohte und später dann die doch eingedrungenen Fluten aus dem Heizungskeller.
Das Problem konnte gegen Ende des Sommers gelöst werden und wird sich hoffentlich nicht wiederholen.
Krank…
Mitte des Jahres 2010 hat Arthur sich zu einer ärztlichen Kollegin aufgerafft um seine bereits gestellte Selbstdiagnose auch offiziell bestätigen zu lassen. Morbus Parkinson war das Ergebnis, leider wie erwartet. Arthur muß zweimal wöchentlich zur Krankengymnastik, lebenslänglich, was ihm aber recht gut bekommt.
Nach anfänglichem Widerstand konnte auch die seit vielen Jahren bestehende private BU-Versicherung überzeugt werden, daß hier der Versicherungsfall eingetreten ist und hat seit März 2011 Zahlungen von BU-Rente übernommen.
Die neue Klärgrube
Mitte September 2010 wurde die neue vollbiologische, computergesteuerte Klärgrube gebaut, die nicht nur ein großes Loch in den Boden hinter der Halle riss sondern auch in die Finanzen, da es auch nur die Hälfte der anfangs behaupteten Fördermittel gab.
Anschließend haben Ulrike und Arthur die Fläche, wo der alte schadhafte Betonbelag herausgerissen wurde, neu gepflastert, immerhin 65-70 qm. Das war ein ganzes Stück harter Arbeit und wurde gerade noch vor dem Winter 2010 fertig. Es ist aber sehr schön geworden.
Die Einfassung mit Feldsteinen sieht hübsch aus und auch einige Frühjahrsblüher und andere neue und alte Pflanzen werden uns hoffentlich nächstes Jahr wieder erfreuen.
Ca. 15 qm Steine blieben übrig und damit kann im Frühjahr 2012 die Fläche noch vergrößert werden. Vorher muß aber noch schadhafter Beton weggerissen werden, ein Fall für schweres Gerät.
Gartenteich mit Brücke in Bau
Im Zusammenhang mit der Klärgrube steht auch der Bau eines großen Gartenteichs auf der unteren Fläche neben dem Mühlenbach. Mit dem ersten Spatenstich wurde im Herbst 2011 immerhin begonnen.
Außerdem wurde eine Brücke in Holz und Beton hergestellt, sie steht noch ein wenig einsam mitten in der Gegend. Durch einen eher zufällig vorbeikommenden großen Autokran, der gerade beim Nachbarn zu tun hatte, wurde ein gigantischer Betonring senkrecht auf einen sehr massiven Betonsockel gestellt. Der ist auch nötig, denn der Ring wiegt bei 200 cm Durchmesser satte 600 kg.
Heftig diskutiert wird noch zwischen Ulrike und Arthur, wie das Teil denn nun verkleidet werden soll. Arthur ist für farbiges Acrylglas, von innen mit LED beleuchtet, Ulrike für Natursteinbelag. Zunächst muß aber dieses Teil gegen Umstürzen gesichert werden.
Da auf der Fläche der alten Grube ein sonniges Plätzchen entstehen soll, ist auch hier erstmal Arbeit mit Beton angesagt. Später soll dann auch ein um den Teich laufender rollstuhlgerechter Weg angelegt werden.
Lyonesertreffen
Ulrike hatte zum 3. Oktober 2010 wieder alle Lyoneser-Freunde nach Schwanheide eingeladen. Diesmal waren es nur drei Ehepaare, die es sich allerdings auch so mit alten und neuen Erinnerungen nett gemacht haben. Ungewohnt war es aber doch, dass nun schon alle Kinder groß und anderweitig beschäftigt waren, waren es in den letzten Jahren doch einmal acht, die unsere Runde erweitert haben. Auch 2011 fand das Treffen wieder in Schwanheide statt und war sehr schön.
Ausflug nach Berlin
Im Oktober 2010 hat Ulrike die Gelegenheit genutzt, dass Arthur Keilrahmenrohleisten bei Berlin abholen musste,
und war bei einem Freund untergekommen, um sich nach einigen Jahren einmal wieder Berlin anzusehen. Bei Wind und Wetter haben sie kurze Spaziergänge mit der
Hundedame Floh unternommen.
Es war schon richtig kalt und meist regnerisch. Dennoch war es schön im Botanischen Garten mit seinen großen Gewächshäusern, im Museum für Fotografie mit Helmut Newtons Arbeitszimmer und vielen seiner Fotos und Plakate und denen seiner Frau, bei Micro-Fotografien, bei laserbestrahlten Gebäuden und Monumenten und insbesondere in der Ausstellung „Moderne Zeiten“ in der Nationalgalerie, deren ständige Sammlung Ulrike noch nicht gesehen hatte. Die alten Meister auf der Museumsinsel mussten diesmal noch warten, aber sicher ergibt sich bald mal wieder eine Gelegenheit zum Kennenlernen.
Lilly
Katze Lilly, seit November 2009 bei uns, hat sich ganz gut eingelebt, ist aber nach wie vor sehr ängstlich und verlässt das Haus nur um einige wenige Meter in den Garten zu gehen. Erblickt sie den Nachbarkater Pinsel oder seinen Bruder Shorty, bekommt sie einen ganz dicken Schwanz und alle Haare stehen ab. Daß sie nicht so weit weg läuft hat natürlich auch Vorteile, man muß nicht so viel Angst um sie haben.
Ansonsten ist sie Meister im Verstecken und „spricht“ auch viel, besonders mit Arthur, mit dem sie auch öfter ein Mittagsschläfchen zusammen hält.
Und wieder Winter
Ende November 2010 brach der Winter aus. Und so furchtbar und grimmig wie zu Beginn des Jahres gab er sich auch zum Ende.
Bereits zu Weihnachten zeichnet sich ab, dass das Brennholz nicht reichen wird. Wenigstens konnte Arthur sich für sein Auto dieses Jahr Winterreifen kaufen, gerade noch zur rechten Zeit, als es noch günstig welche gab. Und er fand über ebay eine Firma für Palettenreparaturen, bei der man sehr günstig große Mengen trockenen Abfall-Holzes abholen kann, die Palettenbretter brennen gar nicht so übel und können ohne weitere Ablagerung sofort verheizt werden. Ab Ende November war dann eine wöchentliche Versorgungsfahrt nötig bis etwa Ende März, danach wurden die Abstände größer.
Frechheit siegt?
Für Aufregung und eine gewisse Weihnachtsdepression sorgte kurz vor Weihnachten 2010 eine ziemlich dreiste Forderung eines Seminarteilnehmers aus dem Jahre 2005.
Der ganze Wahnsinn wird deutlich, wenn man das so betrachtet: es meldet sich
2005 ein “IT-Unternehmensberater” (hat sich auch ausdrücklich NICHT als Fotograf bezeichnet, auch für die Rechnung nicht) zum Farbseminar an, will also etwas lernen, zahlt für 2 Wochenendtage Seminar mit intensiver Wissensvermittlung 199.- Euro inkl. MWST. Macht auf Arthurs Anweisungen im Seminar hin “klick”,um seine Digitalkamera farblich zu überprüfen, wobei ihm das Motiv, nämlich die Pastellkreiden von Arthur gestellt wird und auch seine Einstellungen genauestens geprüft werden, nimmt für das Foto sogar Arthurs teure HMI-Lampen, die er ihm auch einstellt und das kunsthauseigene Stativ, verlangt jetzt nach 6 Jahren von seinem damaligen Lehrer, der sein Geld mühsamst für sich und seine Mitarbeiter verdienen muss, den 35-fachen Seminarpreis zurück.
Und das für ein kleines Foto eines Leinwand-Ausdrucks, also des Ergebnisses gemeinsamer Seminararbeit auf der Webseite seines Seminarlehrers, welches außerdem ganz andere Aspekte beleuchtet (nämlich die Leinwandstruktur statt der Farben) und von Arthur selbst Wochen später und mit aufgelegtem Lineal als Ausschnitt des Ausdrucks fotografiert wurde. Zu dieser Rendite könnte man nur gratulieren, wenn es denn klappt. Soziales Gewissen? Fehlanzeige.
Arthurs einziger Vollzeitmitarbeiter, der auch Fotokaufmann gelernt hat, selbst Filialleiter eines Fotogeschäftes war, dann wegen Firmenschließung viele Jahre arbeitslos, auch Mitglied eines Fotoclubs und der für Ost-Verhältnisse gar nicht so übel bezahlt wird, müsste für die geforderte Netto-Summe von 5820.- Euro mehr als 700 Arbeitsstunden abreißen, das wären 17,5 volle Arbeitswochen à 40 Stunden. Der war ob dieser Forderung zu Recht fassungslos. Manche Dinge scheinen in Deutschland aus dem Ruder zu laufen. Da bleibt die Verhältnismäßigkeit auf der Strecke. Diese Forderung versucht er vor dem Landgericht Hamburg einzuklagen. Arthur hat diesem Herrn heftigsten juristischen Widerstand angedroht und hat sich eine gute Anwältin gesucht. Gerade wurde der Termin der Verhandlung bekannt: 4.4.2012 um 14 Uhr, Landgericht Hamburg, Saal A234 im 2. Stock, Sievekingplatz 1, ZVG.
Stress und Pannen im Weihnachtsgeschäft 2010
Ende November 2010 wurde auch eine wichtige Mitarbeiterin plötzlich sehr krank und fiel für länger aus. Und nicht nur das, mitten im totalen Weihnachtsdruckstreß trat der Leinwanddrucker in den totalen Ausstand und der Kundendienst ließ uns ziemlich lange warten, woran der Winter auch nicht unschuldig war, so dass leider viele Kunden auf Ihren bestellten Druck unter dem Weihnachtsbaum verzichten mussten. Das tat uns sehr leid, war aber nicht mehr zu ändern. 2011 lief dafür alles recht reibungslos ab.
Das Kunstmuseum Grenzwerk Schwanheide
ist zunächst – noch eine Fiktion, also ein Hirngespinst sozusagen, man könnte es auch Luftschloß nennen. Aber es hat schon ein wenig Gestalt angenommen. Im Frühjahr kam Arthur die Idee, endlich das Problem des leerstehenden Gebäudes anzupacken, welches am Bahnhof auch 20 Jahre nach der Wende seinen optischen Schrecken verbreitet und den ganzen Ort verschandelt. Warum nicht ein Kunstmuseum daraus machen, so direkt mit Bahnanschluß zwischen Hamburg und Rostock?
Es wurde bei Xing, dem sozialen Netzwerk, eine eigene Gruppe beantragt, die derzeit 36 Mitglieder umfaßt. Damit gestärkt, haben die beiden Eigentümer gern einer Besichtigung durch einen „Erkundungstrupp“ des Kunsthauses zugestimmt. Das war sehr interessant und es wurde viel fotografiert. Arthur hat davon mehr als 40 Fotos zu „Verfremdungen“ umgearbeitet und davon schon mal einige ca. 60×90 cm groß auf Leinwand gedruckt und auch verkauft. In diesem Rundbrief sind Beispiele abgebildet, alle übrigen finden sich auf der museumseigenen Webseite. Alle können bei uns erworben werden, ein Teil des Erlöses würde dem Museumsprojekt zufließen.
Nun warten wir alle auf einen reichen Sammler mit einer großen Sammlung, die noch ein Museum sucht.
Oder auf einen gigantischen Lottogewinn oder andere gute Ideen oder Geldgeber. Sicher könnte man das Haus auch zu anderen Dingen nutzen, die Kernsubstanz ist noch ok. Aber es sind gewaltige Investitionen nötig, geschätzt mehr als 3 Mio Euro.
Seit Mitte Januar 2011 wurde auch sehr hart um einen neuen Farbdrucker bzw. eine Vertragsänderung gerungen. Am 1.4.2011 konnte dann endlich die Unterschrift unter den mühsam erkämpften Vertrag gesetzt werden. Wir bekamen im Mai 2011 einen neuen Farbdrucker, schneller, besser und mit Großraummagazin und auch Broschürenfinisher. Der Vertrag ist flexibler, günstiger für uns und hilft beim Sparen.
Andrea Sciuk gestorben
Unsere langjährige gute Freundin, regelmäßige Besucherin in Hamburg und Schwanheide, auch ehemalige Atelier-Nachbarin aus der Bismarckstrasse 90, die Apothekerin Andrea Sciuk, ist am 5.3.2011 vollkommen überraschend verstorben. Wir alle sind sehr traurig, tief erschüttert und werden sie sehr vermissen. Arthur und Carlos kannten sie mehr als 30 Jahre. Ulrike konnte auch leider nicht an ihrer Trauerfeier am 5.4.2011 teilnehmen wegen einer Klassenreise nach Venedig, hat aber ein Foto zum Gedenken mitgenommen. Die von Andrea gepachtete Bismarck-Apotheke wurde zum 1.4.2011 geschlossen.
10 Jahre Hauskauf
So im März 2001 – also vor 10 Jahren war es, daß Arthur Schwanheide das erste Mal besichtigt hat. Im August 2001 war dann die offizielle Übergabe durch den Vorbesitzer. Im Rückblick muß man sagen, es waren sehr schöne aber auch sehr harte Jahre. Ganz besonders hat uns auch der Anbau des linken Seitenflügels ab Sommer 2006 durch den Bruder Carlos Keller und sein schwerer Unfall beim Bauen in ein jahrelanges Chaos gestürzt, welches z.T. noch bis jetzt anhält. Der Bau ist nach wie vor nicht ganz fertig, aber weiter vorangekommen. Im November 2011 gab es die lang ersehnte Eröffnung. In diesem Rundbrief daher einige Bilder wie es damals war in den ersten Tagen des “Aufbau Ost”.
Wir kommen zum Schluß
und hoffen, euch neue und interessante Geschichten rund um den harten Künstleralltag geboten zu haben. Das Malen kam leider in 2010 und 2011 zu kurz, wir setzen es wieder auf die Liste der guten Vorsätze.
Wir freuen uns über jeden Besucher in Schwanheide, ob spontan oder nach vorheriger Anmeldung und hoffen auf regen Besuch zu Kunst Offen Pfingsten 2012.
Im großen Schwanheider “Hausnummern-Bingo” haben wir die ab 1.1.11 gültige neue Hausnummer 24 statt bisher 127 gezogen.
Wir wünschen euch alles Gute für 2012 und ganz besonders Gesundheit.
Wie schnell die Natur neue Bereiche besiedelt, zeigt das Bild von den Eidechsen, die sich auf den gesägten Holzbrettchen wie auf einer Sonnenterrasse sonnen. Eigentlich waren es sogar drei.
Es grüßen euch herzlich
Arthur und Ulrike Keller, Kunsthaus Schwanheide
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Fotos vom Malen
- Arthur A. Keller reproduziert seine Gemälde
- Arthur A. Keller beim Malen eines großen Pastells, 1997, Atelier Bismarckstr. 90 Hamburg
- Kunsthaus Schwanheide, Pinsel von Arthur A. Keller im Gegenlicht
- Acrylfarben im Gegenlicht
- Arthur A. Keller beim Malen eines Pastells auf Leinwand, 1990
- Malen in Frankreich
Arthur A. Keller malt seit früher Jugend. Schon mit 14 ging es los, bis zum Abitur 1977 hatte er bereits eine Vielzahl von Bildern gemalt, was sich nach der Schule trotz Medizinstuidum noch intensivierte.
1982 wurde er Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler in Hamburg. Da hatte er auch schon einige Ausstellungen gemacht.
Dieser Artikel soll einige Fotos vom Malen beinhalten. 2009 hat Arthur A. Keller drei Wochen in Frankreich (bei Caen) verbracht und hat jeden 2. Tag sehr fleißig gemalt. Manche Bilder bedürfen noch einer kleinen Nacharbeit.
Selbstverständlich gehört auch das Ablichten der fertigen Gemälde zu seinen Aufgaben.
Die Umgebung
- IMGP9388_schwanheide_heide_grenzstreifen
- IMGP9399 Schwanheide im Wald
- Eingang zum alten Keller der Meierei
- Schwalben auf der Oberleitung Schwanheide Bahnhofstr. 2011
- IMGP9388_schwanheide_heide_grenzstreifenv2
- 25407 Wald bei Schwanheide
Um Schwanheide gibt es viel Wald und auch viele Felder. Richtung Leisterföhrde erstreckt sich ein großes Waldgebiet, aus dem das Foto 25407 stammt. Es hängt als Leinwanddruck in 1,5 m Breite im Chefbüro.
Das Bild 9388 zeigt den ehemaligen Grenzstreifen und auch Heide.
Wie es früher war
2001 suchte der Hamburger Fotorealist Arthur A. Keller eigentlich etwas ganz anderes, nämlich einen größeren Laden in Hamburg, weil das Atelier in der Bismarckstr. 90 in Hoheluft aus allen Nähten platzte. Alsbald aber mußte er einsehen, daß das für einen Künstler alles viel zu teuer ist.
In einer Immobilienzeitschrift stieß er auf eine große Anzeige mit einem holzschnittartigen Foto eines großen Gebäudes, dazu der Preis. Schwanheide – nie gehört. Nach Durchsicht eines Exposes wurde die Sache schon interessanter. Bereits nach der 1. Besichtigung stand fest, daß dieses das Traumhaus für einen Künstler ist. Daß hier einige Arbeit wartete, war Arthur schon klar. Nach langen Berechnungen, Diskussionen, weiteren Besichtigungen erfolgte im Sommer 2001 der Kauf und Mitte August 2001 die offizielle Übergabe durch den Vorbesitzer, der hier Spezialfahrräder bauen wollte. Geplant war das Gebäude früher als Kantine und Verwaltungsgebäude der LPG. Der Hauptteil wurde etwa 1972 gebaut, der ganz linke Teil 1985.
Wie man auf den Fotos gut sehen kann, wuchs im Garten nahezu nichts. Das sollte sich allerdings dank der Arbeit von Ulrike Keller, auch Wühlmaus genannt, alsbald ändern. Ein markantes Wahrzeichen war früher der hohe Schornstein. 2010 wurde er wegen Baufälligkeit abgerissen, nachdem auch die Heizung aus dem Gebäude in einen Container auf dem Hof ausgelagert worden war.
Über uns – das Kunsthaus Schwanheide
- Kunsthaus Schwanheide
- Kunsthaus Schwanheide Blick auf linken Seitenflügel
- Rosenbogen Kunsthaus Schwanheide
- Kunsthaus Schwanheide im Frühsommer
2001 suchte der fotorealistische Maler Arthur A. Keller aus Hamburg neue und größere Räume für sein Atelier.
Durch Zufall stieß er auf die ehemalige LPG-Kantine in Schwanheide, Mecklenburg-Vorpommern und sofort war klar, dass dieser Ort und besonders dieses Gebäude ideal als neue Wirkungsstätte geeignet sei.
Nach langen Jahren harter Arbeit ist das Schlimmste geschafft und es sieht alles schon ganz anders aus.
Die Vision beginnt Realität anzunehmen: ein Haus auf dem Lande, auch gut mit der Bahn erreichbar, mit Übernachtungsmöglichkeit für Gäste und Künstler (Künstlerferien), mit einer großen Ausstellungs- und Arbeitshalle und vielen weiteren Räumen, die man zum Arbeiten und Wohnen braucht und einem sehr schönen großen Garten in landschaftlich reizvoller Umgebung.
Die Großstadt Hamburg ist nur 35 Bahnminuten entfernt, direkte Zugverbindungen gibt es auch nach Schwerin und Rostock. Damit liegt Schwanheide recht verkehrsgünstig, auch für Autofahrer. Diese erreichen innerhalb einer Stunde Orte wie Hamburg, Lüneburg, Lübeck, Mölln, Ratzeburg, Schwerin und viele weitere Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Niedersachsen.
Neben dem Malen bietet Arthur A. Keller seit vielen Jahren digitale Dienstleistungen an. Dabei hat sich das Kunsthaus Schwanheide in letzter Zeit bei sehr vielen Stammkunden als Kompetenzzentrum für den Leinwanddruck und Fineartprints entwickelt, es werden Bilder weltweit geliefert, im Extremfall sogar am nächsten Tag.
Ganze Ausstellungen werden in Schwanheide gedruckt. Im Oktober 2006 wurde ein neuer Grossdrucker mit 12 Tinten und 1,52 m Druckbreite in Betrieb genommen, der die Qualität deutlich gesteigert hat.
2006 wurde auch die digitale Buchproduktion aufgenommen. Inzwischen drucken zwei Hochleistungsdrucker Kunstkalender, Karten, Bücher und Kataloge digital in Kleinst- und Kleinauflagen. Auch Hardcover können erstellt werden. Dieser Service wurde von den Kunden sehr gut angenommen und schon viele interessante Bücher gedruckt und gebunden.
Die Zahl der Mitarbeiter stieg kontinuierlich, seit Dezember 2011 sind es – ohne den Chef – 9 tüchtige Arbeitskräfte.
Malkurse, Druckseminare und Ausstellungen runden das Programm ab. Der 3600 qm große Garten mit sehr vielen Blumen und Pflanzen wird von Ulrike Keller gepflegt und ständig mit neuen Attraktionen in Form von großen Plastiken bestückt. Er lädt zum Verweilen ein.
Bruder Dr. Carlos Keller baute noch einen architektonisch sehr interessanten Seitenflügel aus Stahl und Glas an das Gebäude, das damit auf ca. 820 qm kommt. Der linke Seitenflügel wurde im November 2011 eingeweiht.












































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